Das tragfähige Auditgespräch
Im Auditgespräch sagen beide Seiten oft nur das Nötigste — und Verbesserungspotential bleibt liegen.
Dieser Workshop zeigt Ihren Auditoren, wie sie Gespräche führen, die Ihr Unternehmen besser machen.
Im Auditgespräch sagen beide Seiten oft nur das Nötigste — und Verbesserungspotential bleibt liegen.
Dieser Workshop zeigt Ihren Auditoren, wie sie Gespräche führen, die Ihr Unternehmen besser machen.
Die meisten internen Audits laufen scheinbar reibungslos. Genau deswegen bewirken sie so wenig: Reibungslos heißt, es wurde nichts berührt.
Im Auditgespräch wird das Nötigste gesagt, nicht das Wichtige. Auditierte halten sich zurück — aus einer rationalen Reaktion auf ein System, dem sie noch nicht trauen. Und Auditoren spüren diese Zurückhaltung, ohne Werkzeuge dafür zu haben.
Das ist kein Einzeleindruck, sondern Befundlage:
– Ein systematisches Forschungs-Review (Total Quality Management & Business Excellence, 2021) kommt zum Schluss: Interne Audits fokussieren zu stark auf Konformität und zu wenig auf Verbesserung.
– Der DGQ-Fachkreis Audit und Assessment stellt nach Umfragen mit rund 300 QM-Fachleuten fest: Es dominieren Checklisten-Audits — die Standards werden abgefragt, wenig darüber hinaus.
– Eine DQS-Kundenumfrage mit rund 1.000 Antwortenden zeigt: 60 Prozent erwarten von Audits gesteigerte Wertschöpfung — der Anspruch ist längst da. Die Gesprächsführung ist es oft nicht.
Die Forschung misst auf Programmebene. Entschieden wird auf Gesprächsebene — dort, wo jemand den Mund aufmacht. Oder eben nicht.
Jede Auditorenschulung lehrt Fragetechnik und unterstellt Souveränität. Die Realität: Auch Auditoren gehen mit Anspannung ins Gespräch — vor schwierigen Gesprächspartnern, vor Konflikten, vor der eigenen Rolle. Wer beides kennt, den Audittisch von der fachlichen und von der menschlichen Seite, arbeitet anders damit.
Genau das ist die Grundlage dieses Workshops: über 20 Jahre eigene Praxis in Mediation und Konfliktklärung (Mediator univ.), verbunden mit der Qualifikation als QM-Auditor (TÜV).
Weg von „Welche Fragen stelle ich?“ — hin zu dem, was Wirkung entscheidet:
– Gesprächsdynamiken erkennen und steuern, bevor sie kippen
– Einladungen an den Gesprächspartner senden, die Offenheit möglich machen
– Innere Haltung: das Audit als ersten Schritt kontinuierlicher Verbesserung führen, nicht als Prüfung
– Konfliktlösungsmethoden, die in der kurzen Dauer eines Auditgesprächs funktionieren
– Verbindlichkeit: halten, was vor dem Audit zugesagt wurde — die Grundlage jedes Vertrauens
Fragetechnik bleibt Teil des Programms. Nur mit umgekehrtem Vorzeichen: Die beste Frage nützt nichts, wenn die Dynamik das Antworten verhindert.
Workshop · zwei Tage
Dauer nach Gruppengröße: Zwei Tage für Auditteams ab fünf Teilnehmenden. In der Kleingruppe bis vier Teilnehmende reicht ein Tag — jeder kommt öfter in die Übungsrolle, das Programm verdichtet sich.
Erster Teil: Impulse zu Gruppendynamik in Konflikten, eigenem und hilfreichem Mindset und Selbsthilfe im Konflikt (Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg). Jeder Impuls ist mit einer Übung verknüpft — sie stärkt das gemeinsame Verstehen, und was selbst erfahren wurde, ist im nächsten Audit abrufbar.
Danach: Übungs-Auditgespräche mit doppeltem Feedback — aus der Gruppe und vom Trainer. Nach jedem Übungsgespräch: Feedback, Reflexion und, wo es sich anbietet, eine konkrete neue Handlungsmaßnahme — Coaching direkt im Workshop, an der eigenen Situation. Reflexion zusätzlich in Kleingruppen (Appreciative Inquiry, Dyaden).
Konditionen: Tagessatz 2.000 € netto zzgl. Reisekosten. Im Standard-Verfahren ohne Vorbereitungskosten — der Standard enthält bereits die wirksamsten Ansätze aus Mediation und Auditpraxis. Wünschen Sie darüber hinaus bestimmte Techniken, Methoden oder Ansätze, fällt eine Vorbereitungspauschale von 1.000 € an.
Vor jeder Buchung: ein Vorgespräch mit der QM-Leitung — zur Auftragsklärung und zur Prüfung, ob das Standardkonzept für Ihre Auditlandschaft trägt.
Neun Aussagen, drei Minuten. Wo stehen Ihre internen Audits?
Erstgespräch
Sprechen wir über Ihre Audits.
Im Erstgespräch klären wir, was Ihre Auditoren wirklich brauchen — und ob der Workshop dafür der richtige Weg ist.
Erstgespräch anfragenNein. Normwissen und Auditmethodik setzen wir voraus — dafür gibt es die Akademien. Dieser Workshop arbeitet an dem, was dort endet: am Gespräch selbst.
Für interne Auditorinnen und Auditoren in zertifizierten Organisationen — und für QM-Leitungen, die aus der Pflichtübung Audit ein wirksames Werkzeug zur kontinuierlichen Verbesserung (KVP) machen wollen.
Um den Auftrag zu klären: Wo stehen Ihre Audits, was sollen sie künftig leisten — und trägt das Standardkonzept für Ihre Auditlandschaft, oder braucht es Anpassungen? Damit klärt das Vorgespräch auch, ob Vorbereitungskosten anfallen.
Doppelqualifikation. QM-Auditor (TÜV) und Mediator (univ.) — beide Seiten des Audittischs, fachlich und menschlich. Geübt wird an echten Auditsituationen, nicht an Rollenspielen aus dem Lehrbuch.